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Muttererde

Experimente
am MUTTERTAG begonnen mit der simplen Frage:
 denkt jemand eigentlich an diesem Tag an „Mutter ERDE“ ?
….Erdiges aus dem näheren Umkreis geholt,
 z.T. in Verbindung  mit gekauftem Tonmaterial bearbeitet,
be-fühlen, zerbröseln, matschen, kneten, formen, Form-geben….
spannende Prozesse und überaschende Farbergebnisse nach dem ersten Brand…

 

Pfingsten

5 Frauen treffen sich in der Werkstatt an der Agger und bringen mit:
– Erde/ lehmiges aus ihrem Lebensraum,
– Bilder, Bücher, Wissen zum Thema „Göttinnen“
und Köstlichkeiten aus ihren Küchen,
sozusagen Nahrung für Körper, Geist und Seele…. damit läßt sich gut ’spielen‘ 😉

Pfingsten? ein „Kirchen-Fest „,- der heilige Geist kam -im Bild einer Taube- auf sie herab und sie redeten in allen Sprachen…“
wie auch immer,- es geht doch um das  „einander verstehen“,
und wir können das auch so sehen:
wenn die Menschen zu Pfingsten vom Heiligen Geist erfüllt werden, dann ist das eigentlich die Feier der weiblichen Schöpfungskraft, das Fest ist Sophia gewidmet und die Taube ein Symboltier der weiblichen Gottheit… 🙂

Willkommen in der Sommerwerkstatt!

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ (F. Schiller)

Ab 1.4.2017 können wieder Workshops gebucht werden, Termine nach persönlicher Absprache (samstags), gerne als Gruppe, ab 2 bis max. 5 Personen.

 

Werkstatt an der Agger

 

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Mosaikstelen

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.
(Rainer Maria Rilke)

Der Wunsch nach einer Mosaikgestaltung von Betonstelen für ein Urnenfeld auf dem Bramscher Friedhof kam von dem Garten- und Landschaftsarchitekten Hyco Verhaagen.
Ein inspiratives Treffen in meiner Werkstatt lies vielfältige Ideen wachsen und sehr bald zu einem konkreten  Auftrag werden.

Über die Monate reiften die Details zu Form, Farbe, Material und letztendlich die Idee der „großen Spirale“, deren Mittelpunkt irgendwo im Unsichtbaren liegt und die sich jeweils nur in einem Ausschnitt zeigt bzw. sich auf den Stelen materialisiert.

Grüner Stein aus Afrika verbindet sich mit regional gesammelten Steinmaterialien, außerdem einzelne Steine aus vielen Teilen der Erde – sie  tauchen in den Kreissegmenten auf – „Wegesteine“… Friedhofsbesucher konnten sich auch einen Wegestein auswählen, oder haben selbst einen Stein mitgebracht, der dann eingearbeitet wurde.

Es war eine besondere Erfahrung, zwei Wochen auf dem Friedhof zu arbeiten; die Ruhe des Ortes, das Eintauchen in das Steinmaterial und in die Sommerwärme, gelegentliche Besuche und anregende Gespräche und natürlich auch Beerdigungen … und außerhalb dieser Ruhezone das  – mir fragwürdig erscheinende – Alltags- und Konsumtreiben.

Auf diesem Weg allen Beteiligten einen herzlichen Dank für das Vertrauen und die künstlerische Freiheit! Außerdem danke ich

  • dem Friedhofsteam  für alle Arbeitserleichterungen,
  • den Steinmetzen der Firma Tschörner für das Ausleihen von Werkzeug,
  • Jonas, für die Hilfe beim Verfugen, als der erste Anflug von Erschöpfung kam,
  • Sabine Vielmetter, durch deren Empfehlung diese Verbindung überhaupt zustande gekommen ist und für ihre schöne Unterkunft,
  • und natürlich Johannes Vielmetter, dessen Geist sich des öfteren meldete, wenn es schwierig wurde und mich auch an die notwendigen (Kaffee)pausen erinnerte 🙂

 

stelen_ bramsche

Und hier gibt es noch einen Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung NOZ.