Archiv der Kategorie: Projekte

Der Schulgarten der Jakob-Moreno-Schule

(M)ein Herzensprojekt: ein „Schulgarten“ im Schulhof der Jakob-Moreno Schule

Es war einmal ein typischer Schulhofgrünstreifen… Langweilig und trostlos, mit ein paar kärglichen Bodendeckern und vielen nackten Stellen… Das sollte anders werden! Eine eher spontane Idee (statt „reiflicher Überlegung“) nahm Gestalt an und nach den Osterferien 2016 ging es los, die L-Steine waren gesetzt und die Fläche mit Mutterboden aufgefüllt:

Im ersten Jahr hatten wir eine herrlich bunt duftende, wilde Mischung von Kräutern und Blumen aller Art; die Südseite und die geschützte Lage unterstützen die ausgezeichneten Bedingungen, so daß wir eine kleine Erweiterung vorgenommen haben.

Im 2. Jahr kamen noch Himbeeren und Johannisbeeren, Sonnenblumen, Malven und Gemüsepflanzen dazu (Mangold, Fenchel, Palmkohl, Mais, verschiedene Bohnen, Zuckererbsen,eine 8m lange Hokaido-Kürbisranke, Kichererbsen (aus einer Datscha südl.von Moskau!) und eine Kartoffelkiste!

Nicht nur in den Pausen gibt es also kleine Handgriffe zu „TUN“ und neuen Gesprächsstoff… Raupen und andere Kleinlebewesen werden (von den einen begeistert, von den anderen skeptisch) beobachtet, Kräuter werden getestet und die Geschmacksnerven müssen auch mal mit ganz neuen Eindrücken fertig werden, oder auch: „kann man das rauchen?!“

Erste Mosaikblumen und Ornamente verzieren den Beton und es geht weiter: dieses Jahr werden noch Pflanztröge an die Außenbänke gebaut um die Sitzecken etwas gemütlicher zu machen; Weidenzäunchen und Rankhilfen, mit – Unterstützung eines professionellen Korbflechters! – aus Naturmaterial geflochten…

Auf jeden Fall: lebendiges Wachstum ist allgegenwärtig und eine wunder-volle Bereicherung in einer Zeit der allgegenwärtigen Digitalisierung…
 

 
 
 

ERDfest – wir haben mitgemacht!

Unser erstes, kleines ERDfest am 23.6. sollte etwas werden, bei dem auf allen Sinnesebenen im Schulhof gespielt und geforscht werden kann, bzw. das schon Erforschte auch gezeigt werden konnte.

Denn es hat ja schon viel früher begonnen, mit verschieden Beschäftigungen zum Thema „Erde“:

Das Bepflanzen des Schulhofgartens mit Kräutern, Blumen, Gemüse;
Das Wahrnehmen und Beobachten von Bodentierchen, die dann gemalt und gezeichnet wurden – es durften sich auch Phantasiewesen entwickeln 😉
Das Verwandeln einer zufällig gefundenden, alten Munitionskiste in eine Regenwurm/Kompostkiste unter dem Motto „make soil not war!“
Das Formen von lehmiger Erde zu kleinen Schüsselchen (auf-nehmen) und „Erdkugeln“ (z.B. als Kreide verwendbar)
Für das leibliche Wohl gab es in der Mensa an dem Tag – naheliegend – ein „Erdäpfelgericht“.
Und um auch ein Erleben „von unten“ möglich zu machen, haben wir für einen „Barfuß-Weg“ (nach Kükelhaus) verschiedene Bodenarten zusammengetragen, u.a. verschied. Schotterkörnungen, Kies, Sande, Lehm, Gartenerde, etc… Er wurde mit großer Begeisterung „befüßelt“!

Wir werden natürlich das Thema durch das Jahr tragen und, beflügelt von den ersten Erlebnissen, sehen, welche weiteren Spielräume sich auftun…

https://erdfest.org/de/initiative

 

Drei Generationen im Jugendzentrum

Zu einem einwöchigen Mosaikprojekt trafen sich jeden Tag ca. 15
Menschen unterschiedlichen Alters – von 8 bis 75 Jahren –, um den
Innenhof des Jugendzentrums Drabenderhöhe im Oberbergischen
gemeinsam zu verschönern und in ein Kunstwerk zu verwandeln.
Kinder, Jugendliche, Mütter, Väter, Pflegeeltern, Großeltern und
Nachbarn wirkten in täglich neuen Gruppenkonstellationen an der
Umgestaltung des Innenhofs.

Die Älteren halfen den Jüngeren bei den handwerklichen Herausforderungen,
diese wiederum konnten mit ihrer Phantasie und
ihrem Einfallsreichtum die Erwachsenen begeistern; so entstanden
grünschillernde Mosaikschlangen auf den bunten Freiluftsitzplätzen,
und lodernde Flammen leuchten nun auf dem gewöhnlichen
Grillkamin.

In den Arbeitspausen gab es gemeinsames Essen, es wurde gekichert
und gespielt und vor allem mit den neuen Bekanntschaften
Gespräche geführt.

Das Besondere in der Mosaikgestaltung, neben der handwerklich-
küntlerischen Herausforderung, ist das »Sichtbarwerden« von
sozialen Eigenschaften innerhalb einer Gruppe: Viele verschieden
geformte Teile – Individuen – fügen sich zu einem Gesamtbild – einer
Gruppe – zusammen; das Wechselspiel von Sich-einfügen, Umraum-
Bilden, Mittelpunkt-Sein, etc. spiegelt sich in den Materialien
wieder; selbst das Fugenbild hatte eine wichtige Funktion: Es ist
die Linie, die alles verbindet aber auch der »Abstand« zwischen den
Individuen, was letztendlich dem Gesamtbild Halt und Ruhe gibt.
Die Beteiligten erfanden grünen Schlangen, verschiedenste
Motive oder klebten »nur« farbige Flächen. Je nach Können gestaltete
jede und jeder auf seine Weise – aber immer war klar, dass jeder
Teil gleich wichtig ist!

Als Begleiterin dieses Prozesse bestand meine Hauptaufgabe
darin, das »Ganze«, in Farbe und Form immer im Auge zu behalten,
damit im Schaffenseifer nicht die handwerklich notwendige
Sorgfalt vergessen wurde. So ist auch in dieser Gemeinschaftsarbeit
sichtbar geworden, wie sich jeder seinen Fähigkeiten entsprechend
einbringen kann und dann schließlich im kreativen Prozess die eigentliche
Arbeit zu einem sozialkünstleischen Gestalten »Seite an
Seite – »Hand in Hand« wird. •

Noch viel mehr Bilder gibt es auf der Website des Jugendheims!

Jugendheim Drabenderhöhe
Offene Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Wiehl
In der Landwehr, 51674Wiehl, Tel: 02262-1249

Mosaikprojekt in Drabenderhöhe

In Anlehnung an den „Lebensbaum“ von Klimt fand 2015 im Jugendzentrum Drabenderhöhe ein Mosaikprojekt statt, das in drei Zeiträumen erarbeitet wurde:

1. das Modellieren von Tonreliefs/Vögeln, die dann gebrannt und glasiert und
2. in das Mosaik, direkt an der Wand, eingebaut wurden und in der
3. Phase ein Mosaikband, mit dem gleichen Motiv, das sich durch den ganzen Innenhof zieht.

 

Die Wünschekiste…

… für die „Stadt Gummersbach“, in die Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche für die Zukunft einwerfen konnten.

Hier die 4 verschiedenen Ansichten der Holzkiste, gestaltet mit Kindern der Jakob-Moreno-Schule nach einem Gedicht von Erika Krause-Gebauer und einer dazugedichteten Strophe von mir.

Die Wünschekiste

Krawinkel III

Der zweite Bauabschnitt: Ein Mosaikbaum wächst vom Eingangsbereich im Erdgeschoss bis in den ersten Stock, wo er sich mit dem ersten Teilstück vom Mai 2007 verbindet.

Die Herangehensweise war dieselbe wie beim ersten Teil, wieder wurden Kleinmosaiken auf Netze geklebt, die dann in das Gesamtwerk integriert werden müssen. Etwa 30 Kinder und Jugendliche waren dieses Mal dabei, die alle ihren Beitrag leisten wollten – eine Herausforderung für alle Beteiligten. Zumal auch das Motiv komplizierter war als im ersten Abschnitt. Der Baum ist, wie seine Artgenossen in der Natur, groß und weitverzweigt, und bei der Arbeit an der Wand hat man immer nur ein kleines Teilstück vor Augen. Damit alles zu einem harmonischen Ganzen zusammenwächst, ist sorgfältiges, konzentriertes Arbeiten gefragt.

Die Presse war übrigens auch da 🙂

 

 

Krawinkel II

„… und von allen Dingen verlangt die Seele am meisten nach GRÜN, welches die Melodie jeden Wachstums ist.“

Auf einer Wandfläche von ca. 7qm im Treppenhaus des „Förderkreises für Kinder, Kunst & Kultur“ im Krawinkelgebäude entstand im Mai 2007 ein Wandmosaik.

Beteiligt waren Kinder und Jugendliche aus der Schülerbetreung und den Kunstkursen des Förderkreises. Da von Anfang an klar war, daß nicht alle 20 Kinder gleichzeitig im Treppenhaus würden arbeiten können, wurden im Vorfeld kleinere Mosaikelemente entworfen und auf Netze geklebt.

Die Kinder gestalteten Motive aus der Natur, z.B. Blumen, Vögel, Fische, oder auch Symbole wie das türkische Nazar, eine Friedenstaube oder eine russische Matroschka.

Nachdem die vorgefertigten Teile ihren Platz an der Wand gefunden hatten, konnte das „wilde Wachstum“ beginnen. In verschiedenen Grüntönen entwickelten sich unter meiner Anleitung und Mitarbeit organische Formen, die die einzelnen Elemente zum ersten Teil eines harmonischen Gesamtkunstwerks verbinden.

Das zweite Teilstück ist in den Herbstferien 2007 herangewachsen und umfasst den vorderen Eingangsbereich bis zu den Galerieräumen im ersten Stock.