Archiv der Kategorie: Projekte

Drei Generationen im Jugendzentrum

Zu einem einwöchigen Mosaikprojekt trafen sich jeden Tag ca. 15
Menschen unterschiedlichen Alters – von 8 bis 75 Jahren –, um den
Innenhof des Jugendzentrums Drabenderhöhe im Oberbergischen
gemeinsam zu verschönern und in ein Kunstwerk zu verwandeln.
Kinder, Jugendliche, Mütter, Väter, Pflegeeltern, Großeltern und
Nachbarn wirkten in täglich neuen Gruppenkonstellationen an der
Umgestaltung des Innenhofs.

Die Älteren halfen den Jüngeren bei den handwerklichen Herausforderungen,
diese wiederum konnten mit ihrer Phantasie und
ihrem Einfallsreichtum die Erwachsenen begeistern; so entstanden
grünschillernde Mosaikschlangen auf den bunten Freiluftsitzplätzen,
und lodernde Flammen leuchten nun auf dem gewöhnlichen
Grillkamin.

In den Arbeitspausen gab es gemeinsames Essen, es wurde gekichert
und gespielt und vor allem mit den neuen Bekanntschaften
Gespräche geführt.

Das Besondere in der Mosaikgestaltung, neben der handwerklich-
küntlerischen Herausforderung, ist das »Sichtbarwerden« von
sozialen Eigenschaften innerhalb einer Gruppe: Viele verschieden
geformte Teile – Individuen – fügen sich zu einem Gesamtbild – einer
Gruppe – zusammen; das Wechselspiel von Sich-einfügen, Umraum-
Bilden, Mittelpunkt-Sein, etc. spiegelt sich in den Materialien
wieder; selbst das Fugenbild hatte eine wichtige Funktion: Es ist
die Linie, die alles verbindet aber auch der »Abstand« zwischen den
Individuen, was letztendlich dem Gesamtbild Halt und Ruhe gibt.
Die Beteiligten erfanden grünen Schlangen, verschiedenste
Motive oder klebten »nur« farbige Flächen. Je nach Können gestaltete
jede und jeder auf seine Weise – aber immer war klar, dass jeder
Teil gleich wichtig ist!

Als Begleiterin dieses Prozesse bestand meine Hauptaufgabe
darin, das »Ganze«, in Farbe und Form immer im Auge zu behalten,
damit im Schaffenseifer nicht die handwerklich notwendige
Sorgfalt vergessen wurde. So ist auch in dieser Gemeinschaftsarbeit
sichtbar geworden, wie sich jeder seinen Fähigkeiten entsprechend
einbringen kann und dann schließlich im kreativen Prozess die eigentliche
Arbeit zu einem sozialkünstleischen Gestalten »Seite an
Seite – »Hand in Hand« wird. •

Noch viel mehr Bilder gibt es auf der Website des Jugendheims!

Jugendheim Drabenderhöhe
Offene Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Wiehl
In der Landwehr, 51674Wiehl, Tel: 02262-1249

Mosaikprojekt in Drabenderhöhe

In Anlehnung an den „Lebensbaum“ von Klimt fand 2015 im Jugendzentrum Drabenderhöhe ein Mosaikprojekt statt, das in drei Zeiträumen erarbeitet wurde:

1. das Modellieren von Tonreliefs/Vögeln, die dann gebrannt und glasiert und
2. in das Mosaik, direkt an der Wand, eingebaut wurden und in der
3. Phase ein Mosaikband, mit dem gleichen Motiv, das sich durch den ganzen Innenhof zieht.

 

Die Wünschekiste…

… für die „Stadt Gummersbach“, in die Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche für die Zukunft einwerfen konnten.

Hier die 4 verschiedenen Ansichten der Holzkiste, gestaltet mit Kindern der Jakob-Moreno-Schule nach einem Gedicht von Erika Krause-Gebauer und einer dazugedichteten Strophe von mir.

Die Wünschekiste

Krawinkel III

Der zweite Bauabschnitt: Ein Mosaikbaum wächst vom Eingangsbereich im Erdgeschoss bis in den ersten Stock, wo er sich mit dem ersten Teilstück vom Mai 2007 verbindet.

Die Herangehensweise war dieselbe wie beim ersten Teil, wieder wurden Kleinmosaiken auf Netze geklebt, die dann in das Gesamtwerk integriert werden müssen. Etwa 30 Kinder und Jugendliche waren dieses Mal dabei, die alle ihren Beitrag leisten wollten – eine Herausforderung für alle Beteiligten. Zumal auch das Motiv komplizierter war als im ersten Abschnitt. Der Baum ist, wie seine Artgenossen in der Natur, groß und weitverzweigt, und bei der Arbeit an der Wand hat man immer nur ein kleines Teilstück vor Augen. Damit alles zu einem harmonischen Ganzen zusammenwächst, ist sorgfältiges, konzentriertes Arbeiten gefragt.

Die Presse war übrigens auch da 🙂

 

 

Krawinkel II

„… und von allen Dingen verlangt die Seele am meisten nach GRÜN, welches die Melodie jeden Wachstums ist.“

Auf einer Wandfläche von ca. 7qm im Treppenhaus des „Förderkreises für Kinder, Kunst & Kultur“ im Krawinkelgebäude entstand im Mai 2007 ein Wandmosaik.

Beteiligt waren Kinder und Jugendliche aus der Schülerbetreung und den Kunstkursen des Förderkreises. Da von Anfang an klar war, daß nicht alle 20 Kinder gleichzeitig im Treppenhaus würden arbeiten können, wurden im Vorfeld kleinere Mosaikelemente entworfen und auf Netze geklebt.

Die Kinder gestalteten Motive aus der Natur, z.B. Blumen, Vögel, Fische, oder auch Symbole wie das türkische Nazar, eine Friedenstaube oder eine russische Matroschka.

Nachdem die vorgefertigten Teile ihren Platz an der Wand gefunden hatten, konnte das „wilde Wachstum“ beginnen. In verschiedenen Grüntönen entwickelten sich unter meiner Anleitung und Mitarbeit organische Formen, die die einzelnen Elemente zum ersten Teil eines harmonischen Gesamtkunstwerks verbinden.

Das zweite Teilstück ist in den Herbstferien 2007 herangewachsen und umfasst den vorderen Eingangsbereich bis zu den Galerieräumen im ersten Stock.

Krawinkel I

Dieser große Spiegel hängt vor dem Eingang des Jugendtreffs im Krawinkelgebäude in Bergneustadt. Er ist eine Gemeinschaftsarbeit der Teilnehmer der Schulkinderbetreuung unter meiner Anleitung. Mein Anteil dabei war es, die Farbauswahl zu treffen, sowie eine grobe Einteilung der Flächen vorzunehmen. Den prinzipiellen Umgang mit den Materialien kannten die Teilnehmer schon von kleineren Arbeiten dieser Art. Die Kinder konnten „ihre“ Flächen frei gestalten, sollten aber auf passendende Übergänge zu denen ihrer Nachbarn achten. Wenn man sich den fertigen Spiegel mit den Maßen von ca 170x70cm so anschaut, ist das sehr gut gelungen.

Mosaikspiegel im Krawinkelgebäude

Die Säule im Altenheim

Die Gestaltung einer Säule im evangelischen Altenheim Bergneustadt als Kinderkunstprojekt ist eine Idee von Michael Klaka (Verein für Kinder, Kunst und Kultur). Mit einigen Kindern aus der Schülerbetreuung und 3 Helfern wurde daraus ein Osterferienkunstprojekt, das wir in 4 Tagen gemeistert haben.

Eine Säule ist ja keine Fläche, die man sofort überschaut, sondern sie lädt ein, „herumzugehen“, und so ergab sich als zentrales Motiv eine sich um die Säule windende, grüne Ranke, die allerlei Überraschungen enthält… Sie „wächst“ aus dem braunen, erdigen Bereich (die Farbe der Fußbodenfliesen wurde nochmal aufgegriffen und mit anderen Brauntönen und schönen Steinen gemischt), durch eine lebhafte, farbenprächtige Mitte, bis zum lichten, weißen oberen Teil – man kann einen Lebenszyklus darin sehen.

Die Kinder konnten einzelne Bereiche mit selbstentworfenen Motiven gestalten, an der grünen Ranke arbeiten, oder „nur“ farbige Flächen kleben, je nach Können – aber immer war klar, daß jeder Teil gleich wichtig ist! Meine Hauptaufgabe bestand darin, das GANZE, in FARBE und FORM, immer im Auge zu behalten, damit in der übersprudelnden Vielfalt der Ideen nicht das wilde Wachstum durchbrach, und im Schaffenseifer nicht die handwerklich notwendige Sorgfalt vergessen wurde. Es war ein spannender, intensiver Prozess, und wir hoffen, daß wir den älteren Menschen im Haus ein Stück sichtbarer Lebensfreude hinterlassen haben.

DANK an die mitwirkenden Kinder: Andrej, Tom, Lara, Lisa, Birgül, Mara, Kader, Rasime, Benny, Simon und an Kathy Kirchner und Peter Weber-Heck!
An den Heimleiter, Herrn Huber, für die gestalterische Freiheit, und der Küche für die Verpflegung!