Urnen und Särge

Das Thema Urnen- u. Sarggestaltung begann für mich im Herbst 2005 durch die Begegnung mit Herrn und Frau Sträßer vom Bestattungshaus Sträßer in Gummersbach und damit der ersten Herausforderung, mich mit diesem Genre zu beschäftigen.

Es ist inzwischen ein wichtiger Teil meiner künstlerischen Arbeit geworden, deren Grundfrage „Wie kommt die Kunst in den Alltag?“ sich hier wieder ganz neu formuliert.

Künstlerisch zu arbeiten bedeutet für mich, sich mit allen Sinnen in einem Schöpfungsprozess zu bewegen, eine noch „unsichtbare Idee“ allmählich wachsen und sichtbar werden zu lassen, durch verschiedenste Materialien und auch durch die Begegnung und das Zusammenspiel (mit dem Geist) anderer Menschen.

Wie im Leben,so auch in der Kunst: Jeder Schöpfungs- bzw.Wachstumsprozess beinhaltet Lebe- und Sterbephasen, im Materiellen wie im Seelisch-Geistigen; Abschied und Neuanfang; Freude und Schmerz; Stufen, Metamorphosen …

Eine Urnen- oder Sarggestaltung ist, auf den ersten Blick, eine „kurzlebige Kunst“, aber gerade deshalb für mich eine ganz besonders intensive Arbeit. Sie ist nicht zu vergleichen mit einem Bild oder einer Skulptur, die „für längere Zeit “ sichtbar ist, eher mit einer Melodie, die wir wahrnehmen und die uns in Erinnerung bleibt, so wie letztendlich Alles – für diejenigen, die „noch bleiben dürfen“… Und: Eine Hommage an die Unsterblichkeit der Seele !

„Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergänglichkeit“ (H. Hesse)

 

Glasmosaikurnen

Verschiedene Materialien

Särge