KOINOBORI

Angeregt durch das KOINOBORI-Projekt, werden am 11.3.2016, dem 5. Jahrestag der Katastrophe von Fukushima, 8 Frauen ihre aus den verschiedensten Materialien gearbeiteten Kois bei mir ausstellen. Die jeweils etwa 1m langen Fische werden z.B. aus Wolle, Stoff, Plastiktüten oder alten Landkarten bestehen und genäht, geklebt, gefilzt, gehäkelt sein.

Das zeigt uns, wie vielfältig und phantasievoll die Möglichkeiten jedes Einzelnen sind, ein Thema zu bearbeiten, um damit den Blick auf die Individualität zu weiten und zugleich dessen Schönheit wahr-zunehmen und zu be-wahren.

KOINOBORI ist ein japanischer Kindertags-Brauch. In Japan symbolisiert der Koi Entschlossenheit und Ausdauer in problematischen Situationen und diese Eigenschaften wünscht man seinen Kindern durch das Hissen einer Koi-nobori Karpfenfahne.

Unsere Kois sind den Kindern gewidmet, nicht nur in Japan sondern überall, wo politisch-wirtschaftliche Katastrophen ein friedvolles Leben unmöglich machen, denn unser Lebensstil hat unmittelbare, globale Auswirkungen und sie müssen mit den Folgen unserer alltäglichen Entscheidungen leben.

11.3.2016, an der Straße vor meiner Werkstatt, Dieringhauser Straße 125, 51645 Gummersbach, zwischen der Antiatom- und der Japanfahne.