Die dritte Mosaiksäule im Evangelischen Altenheim Berneustadt – ein Projekt

Im Frühjahr kam die Anfrage von Herrn Huber, Leiter des ev. Altenheims Bergneustadt, ob ich mir vorstellen könnte, die 3. Säule zu gestalten, auch als Projekt (die Gestaltung der 2. war vor über 10 Jahren) …

… sehr gerne!

Aber welches Motiv eignet sich für die Säule an einer Sitzgruppe im Foyer, wo Bewohner und Gäste sich treffen, wo man wartet, sich unterhält, etc. und vermittelt etwas von Leichtigkeit und Lebensfreude ?

Die Grundidee nahm recht schnell Gestalt an:

  • eine Ranke in grün, in beigem Hintergrund (wie die Farben im Raum), auf der sich viele verschiedene Vögelchen aus Ton (als Reliefs gearbeitet) tummeln (fliegend,sitzend), diese kleinen Reliefs sollen auch eine „haptische Anziehungskraft“ haben und für die älteren Menschen „fühlbar“ sein. Oberhalb eine Sonne in Spiegelglas, deren Strahlen das Mosaik durchziehen; das letzte Viertel mit fließendem Übergang soll als Farbfläche erhalten bleiben.
  • die Säule als ein „Gesamtkunstwerk“, d.h. mit möglichst viel Beteiligung einzelner SchülerInnen, in der Vorbereitung mit einzelnen Tonelementen, als auch vor Ort, eventl. mit Bewohner/MitarbeiterInnen, um auch hier die „soziale Kraft der Kunst“ in den Vordergrund zu stellen…

Nachdem die Idee abgesegnet war, wurden die individuell gearbeiteten Vögelchen von einer 8. Klasse der Jakob-Moreno-Schule nach den Sommerferien vorbereitet (formen, brennen, glasieren).

In der 2. Herbstferienwoche begann die Arbeit vor Ort: das Motiv auf Netz , in der Horizontalen vormontiert und in kleineren Abschnitten dann an die Säule geklebt. Die Vögelchen bekamen ihre Paten und wurden jeweils an den vorgesehenen Platz eingefügt. In abwechsenlder  Besetzung haben sich Diana und Hanna (10 Jahre alt), Melda, Emre, Melissa ( (14/15) und Aaliyah(18) sich an dem Projekt, mit viel Hingabe und Liebe zum Detail, beteiligt und es möglich gemacht, daß wir es mit allen Arbeitsschritten (vorlegen, punktuell kleben, an die Säule montieren, verfugen, säubern ) innerhalb einer Woche tatsächlich schafften!

Herzlichen Dank an euch! Und auch an das Team des Hauses für die Verpflegung und den herzlichen Zuspruch und natürlich an die Bewohner, die uns anspornten und mit Lob überschütteten 🙂

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